Flämische Tänze

Der erste Spielschar-Lehrgang des Jahres fand in Kronberg statt. Für viele der Teilnehmenden war das Fritz-Emmel-Haus bis dato unbekannt, aber nicht nur seine Lage direkt neben dem Opelzoo machte es zu einem besonderen Veranstaltungsort. Der großzügige Tanzraum erwies sich als ideal für unseren Lehrgang.

Eine anscheinend besonders motivierte Teilnehmerin war sogar bereits eine Stunde vor Lehrgangsbeginn vor Ort – es stellte sich jedoch heraus, dass sie lediglich in ihrem Handykalender die Abfahrts- und die Ankunftszeit verwechselt hatte. Nachdem schließlich alle 22 Teilnehmenden nicht minder motiviert angekommen waren, gab es eine kurze Vorstellungs- und Organisationsrunde. Organisatorisch herausfordernd war hierbei vor allem, dass sich die Bettenverteilung auf den Zimmern etwas anders darstellte als im Vorhinein angekündigt, aber als schließlich jeder, selbst der Gatte der „Lehrgangsleitung“, ein Bett für die Nacht errungen hatte, konnte mit der eigentlichen Herausforderung, den flämischen Tänzen begonnen werden.

Der Referent Koenraad de Beul führte uns gemeinsam mit seiner Frau Joke und seinem Sohn Berten in diese flämischen Tänze ein. Es wurden viele Paartänze getanzt, bei denen häufig Füße, Partner und Tanzrichtung gewechselt wurden. Teilweise sangen wir dazu niederländische Lieder (Jan Pirrewit, Jan Pirrewit, lalalalala) und hatten dabei sehr viel Freude. Einige Teilnehmer:innen hatten zwar seit der Coronazeit nicht mehr getanzt, aber glücklicherweise verlernt man das ja nicht. Der Referent jedenfalls zeigte sich mit dem Tanzniveau sehr zufrieden oder ließ sich zumindest nichts anmerken. Auch dann nicht, als sich unsere Spielschar-Musikerin, die uns gekonnt auf dem Akkordeon begleitete, aufgrund der hohen Geschwindigkeit phasenweise dazu entschied, lediglich jeden fünften Ton zu spielen.

Während der Kaffeepause wurde von drei Teilnehmenden selbstgebackener Kuchen und Hefezopf kredenzt, der nicht nur dem „Herbergsvater“ das Wasser im Mund zusammen laufen ließ. Vielen Dank nochmal für die bereitgestellten Köstlichkeiten.

Am Abend spielten wir noch ein Quiz mit unnützem Wissen über Belgien. Wusstet ihr zum Beispiel, dass Manneken Pis über 1000 Outfits besitzt oder dass der Autor von Lucky Luke mit einem Spezialpreis der Weltgesundheitsorganisation ausgezeichnet wurde, weil er seiner Comicfigur 1983 erfolgreich das Rauchen abgewöhnt hatte?

Nach dem Quiz tanzten wir noch einige bekannte „Spielschar-Tänze“. Einer Teilnehmerin zuliebe mobilisierten wir unsere letzten Kräfte und sprangen den Jägerneuner. Aber auch nach dem Abendroien war noch lange nicht Schluss, denn es gab noch so viel zu erzählen und so saßen wir noch eine ganze Weile zusammen bis die Letzten gegen 2:30 Uhr ins Bett gingen.

Am Sonntag sahen wir laut Referenten sehr „früh“ aus (eine nette Umschreibung für „übernächtigt“). Trotzdem wiederholten wir alle erlernten Tänze und hielten sie zur Sicherheit auf Video fest, damit wir beim Tanzfest im September einige dieser flämischen Tänze mit euch gemeinsam tanzen können. Darauf freuen wir uns schon sehr!!!